Wissen

Mobile-Game-Briefing: Welche Angaben braucht ein Projekt?

Ein gutes Briefing beschreibt nicht zwangsläufig schon das fertige Spiel. Es klärt zuerst, welches Ziel erreicht werden soll, wer das Game nutzt und welche Rahmenbedingungen bereits feststehen.

Praxiswissen für die Entscheidung – die konkrete Projektbewertung hängt vom tatsächlichen Umfang ab.

Kurz zusammengefasst

Das sollten Sie mitnehmen.

  • Ziel und Zielgruppe sind wichtiger als eine fertige Featureliste.
  • Budget und Termin sollten als Rahmen früh genannt werden.
  • Unklare Mechanik kann bewusst in einer Discovery- oder Prototyping-Phase gelöst werden.

1. Ziel und gewünschte Wirkung

Beschreiben Sie zuerst die gewünschte Wirkung: Soll das Spiel unterhalten, Wissen vermitteln, eine Marke erlebbar machen, Menschen vor Ort führen oder ein Produkt ergänzen?

2. Zielgruppe und Nutzungssituation

Alter, Vorerfahrung, Motivation, Ort, verfügbare Zeit und Endgeräte beeinflussen die passende Mechanik stärker als eine lange Liste gewünschter Features.

3. Plattformen und vorhandene Systeme

Nennen Sie iOS, Android, Web oder bestehende Apps sowie relevante Logins, APIs, CMS-, CRM- oder Backend-Systeme. Offene Punkte können als Annahme markiert werden.

4. Termin und Budgetrahmen

Ein Zieltermin und ein Budgetkorridor helfen bei der Priorisierung. Sie ersetzen keine Aufwandsschätzung, zeigen aber, welcher Umfang realistisch geplant werden kann.

5. Was noch nicht feststehen muss

Core Loop, Art-Stil, Technologie und Detailfeatures können in der Konzeptphase entstehen. Wichtiger als scheinbare Genauigkeit ist, offene Entscheidungen von Anfang an sichtbar zu machen.

Projektbezug

Aus Wissen wird eine konkrete Projektentscheidung.

Wenn Ziel, Zielgruppe und Rahmen feststehen, lässt sich schnell klären, welche Mechanik, Technologie und Projektstufe wirklich gebraucht werden.